Allgemeine Hinweise für die Nutzung

1. Auffassungentfernungen 3. Besonderheiten
Die maximale Auffassungentfernung beträgt im Übersichtsbetrieb 20 km. Durch eine technische Änderung wurde erreicht, dass sich bei der Betriebart "Schutz vor Erdstörungen" im Übersichtsbetrieb die Sendeleistung verringert (der Magnetronstrom verringert sich sprungartig). Dadurch werden beim Abfangen in der unteren Einsatzhöhe (UEH) weniger Erdstörungen auf dem Bildschirm abgebildet.
Vom Hersteller werden folgende praktische Auffassungsentfernungen angegeben:
- Ziel vom Typ TU-16 D = 17 km
- Ziel vom Typ IL-28 D = 14 km
In der Praxis werden bei Luftzielen vom Typ MiG-21 Auffassungsentfernungen zwischen 12 und 16 km erreicht. Bei dieser sprungartigen Verringerung des Magnetronstroms verringern sich die Auffassungsentfernungen um 10 bis 15% und die untere Einsatzhöhe um 20-25%
In den Flugzeugen MiG-21MF wurden die FMV RP-21MA in der Sendeleistung und Empfängerempfindlichkeit leicht verbessert. Dadurch wird eine größere praktische Auffassungsentfernung (bis zu 20 km) erreicht. Im Übersichtsbetrieb kann bei Entfernungen zwischen 13 und 8 km das Zielzeichen zeitweise verloren gehen. Diese Erscheinung stellt keinen Ausfall des FMV dar.
In den Wolken sowie in Gebieten mit starken Industriedunst in der Atmosphäre kann sich die Auffassungsentfernung auf Grund der schlechten Ausbreitungsbedingungen der Zentimeterwellen verringern. Dabei darf der Flugzeugführer nach Möglichkeit keine Veränderungen des Kurses und der Flüghöhe vornehmen, damit das Luftziel bei der weiteren Annäherung wieder aufgefasst werden kann
Bei der Betriebsart "Schutz vor Erdstörungen" geht die Auffassungsentfernung in der Schalterstellung "Größer" automatisch auf 5 km zurück Anmerkung:
Geringfügige Unterschiede der Auffassungs- und Erfassungsentfernungen zwischen den einzelnen FMV sind in den Abweichungen der Parameter auf Grund der vom Hersteller vorgegebenen Toleranzbereiche begründet. Da sich nicht alle Betriebszustände des FMV in der Luft (beim Flug) vom technischen Personal reproduzieren lassen, muss das fliegende Personal möglichst viele Details von Ausfallerscheinungen beobachten.
2. Erfassungsbedingungen Je konkreter und umfassender die Angaben der Flugzeugführer sind, desto schneller kann der fehler gefunden und beseitigt werden.
Erfassungsbedingungen nach der Entfernung: Wichtigste Werte für das technische Personal sind:
Die Entfernung zum Luftziel muss kleiner oder gleich 10 km sein - die Dioden- und Magnetronströme
Erfassungsbedingungen nach dem Seitenwinkel: - der Druck
Das Zielzeichen muss in der Mitte des +/- 5°-Sektors des Bildschirms liegen (Nullseitenwinkel) - die Zielauffassung in km
- das Verhalten der Zielsilhouette
Erfassungsbedingungen nach dem Höhenwinkel: - das Vorhandensein des Kennungszeichens
Die Lagezeichen müssen ober-und unterhalb des Zielzeichens in gleicher Anzahl sowie in gleicher Größe und Helligkeit erscheinen. - das Umschalten des FMv auf Zielbetrieb
Zum Übergang vom Übersichtsbetrieb auf Zielbetrieb ist der Erfassungsknopf ca. 3 bis 4 Sekunden zu drücken, da der Umschaltvorgang des FMV eine relativ große Zeit benötigt. Bei fehlerhafter Arbeit des FMV, die am Sichtgerät erkannt wird, ist es sinnvoll, die Fehlererscheinung zu filmen (Drücken Kampfknopf). Dadurch wird di9e Fehlersuche wesentlich erleichtert.

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