Ich widme diese Seite allen ehemaligen Angehörigen der LSK/LV der NVA, den "blauen Wattebällchen" genauso wie den "schwarzen Diamanten" , den "Funkmaupeln" und dem sicherstellenden Personal. Wir haben gemeinsam dafür gesorgt, daß unser Himmel sauber blieb.

Leutnant "Gabi" himself 1986 Warum komme ich auf die Idee, eine Internetseite der MiG-21 zu widmen ?

Hauptgrund ist wohl, daß die Kabine dieses Flugzeuges für einige Jahre mein Arbeitsplatz war. Von meinem ersten Flug im Jahre 1984 im Jagdfliegerausbildungsgeschwader bis zum letzten am 31.August 1989 im Jagdfliegergeschwader 7 in Drewitz verbrachte ich knapp 500 Stunden damit in der Luft.

Ein zweites großes Thema mit dem sich diese HP beschäftigen soll ist das Jagdfliegergeschwader 7 "Wilhelm Pieck". Dieses Geschwader tauchte in den Annalen der Wendezeit nicht mehr auf, da es bereits ein Jahr zuvor aufgelöst wurde. Ich möchte mit dem Zusammentragen von historischen Daten, Fakten, Geschichten und natürlich anhand von Bildern dazu beitragen, die Geschichte dieses Truppenteils zu bewahren und zu dokumentieren.

Line1.gif (232 Byte)

Die Geschichte der MiG-Flugzeuge reicht weit zurück in die 30er Jahre dieses Jahrhunderts. Damals entschieden sich die zwei Luftfahrtingenieure Mikojan und Gurewitsch gemeinsam Flugzeuge zu entwickeln. Als Synonym für die daraus entstandene Flugzeugfamilie stehen auch heute noch die drei Buchstaben MiG, die die Anfangsbuchstaben der beiden Nachnamen darstellen. Gleichzeitig heisst der Begriff "mig" aus dem Russischen übersetzt soviel wie Augenblick, im Nu, im Handumdrehen und wird in der Umgangssprache für Tempo, Schnelligkeit und Geschwindigkeit verwendet.

Im Konstruktionsbüro der Beiden entstanden in der Folgezeit viele erfolgreiche Jagdflugzeuge, anfangs propellergetrieben, in den späten 40er Jahren/Anfang der 50er Jahre strahlgetrieben. Ab Ende der 50er Jahre erfolgte dann der Bau der 2-Mach-Flugzeuge, deren erste Vertreterin die MiG-21 war. Ursprünglich entwickelt, um schnellfliegende Bombenflugzeuge in Höhen über 15000m (45000 ft) abzufangen (d.h. mit Raketen abzuschiessen) wurde aus ihr im Laufe der Zeit fast eine "eierlegende Wollmilchsau" gemacht. Bei den Luftstreitkräften der DDR umfasste ihr Einsatzspektrum:

  • Das Abfangen von Luftzielen im klassischen Sinne (hoch- und schnellfliegende Luftziele, Luftziele in allen Höhen in und ausserhalb der Wolken)
  • Luftkampf (einzeln und in der Gruppe)
  • Bekämpfen von Erd-und Seezielen (mit Bomben, ungelenkten Raketen und Kanone)
  • Aufklärung

Bis heute hat die MiG-21 von ihrer weltweiten Anerkennung nichts verloren. Das liegt einmal daran, daß die MiG-21 in mehr Versionen und grösserer Stückzahl gebaut wurde als jedes andere Jagdflugzeug nach dem zweiten Weltkrieg. Ihre zahlreichen Versionen waren die Antwort der Konstrukteure auf anstehende Probleme in der Entwicklung dieses Jägers, eingerahmt in die entsprechende militär-historische Situation. Die MiG-21 erreichte die längste Einsatz- und Produktionsdauer in der Geschichte der militärischen Fliegerei und es ist noch kein Ende abzusehen. Mit der MiG-21 waren Luftwaffen von 50 Ländern ausgerüstet.

Line1.gif (232 Byte)

Warnung !!!!   Da diese "Abhandlung" von einem "Fachidioten" stammt, ließ sich die Verwendung von Fachbegriffen und Abkürzungen nicht immer vermeiden. Für die geschätzte Leserschar, welche mit dem "Abküfi" (Abkürzungsfimmel) des Autoren nicht klarkommt, sei hier auf den Punkt "...was ist - MiG für Dummis" ;-)) in der Navileiste verwiesen. Dort erhält man Antwort auf viele ungestellte Fragen.

Quellenverzeichnis:

Detlef Billig, Manfred Meyer "Flugzeuge der DDR" in 3 Bänden
Wilfried Kopenhagen "Die andere deutsche Luftwaffe", Verlag Transpress
Wilfried Kopenhagen "Flugzeuge und Hubschrauber der NVA 1956 - 1970" , Militärverlag der DDR
Wilfried Kopenhagen "Flugzeuge und Hubschrauber der NVA 1970 bis zur Gegenwart", dito
K.H. Eyermann MiG-Flugzeuge, Verlag Transpress
Dr. Jürgen Willisch (Autorenkollektiv) DHS-Reihe "Die Flugzeuge der Nationalen Volksarmee"
Fliegerrevue Ausgaben 10/99, 11/99
Autorenkollektiv "Grundwissen des Militärfliegers", Militärverlag der DDR
ConcordPublications Company "Final Touchdown" The last days of east german airpower
diverse Dienstvorschriften, Handbücher, Studienmaterialien

Vielen Dank an - alle, die hier nicht namentlich genannt sind, die mir mit Rat und Tat zu Seite standen und geholfen haben Fehler auszumerzen
- Thomas Bußmann vom Flugplatzmuseum Cottbus

für die Fotos vielen Dank an:

- Klaus "KRUMMI" Krummhaar, Steffen "STEDUB" Dubiel (der zwar schon viel vergessen hat, aber dem wir die herrliche Ur-CD-ROM mit den Bildern zu verdanken haben)
- das Ehrenfoto hinter dem entfalteten Wintermantel geht an "KRUMMI" für das "Plündern" seines Privatarchives
- Dieter Schuck für die Bereitstellung seiner Sammlung von ca. 250 SW-Filmen (deren Fotos ich natürlich nicht alle auf dieser Seite zeigen kann)
Dank auch an mich - weil ich es all die Jahre nicht "geschafft" habe, die alten Sachen zu entsorgen - sonst wäre dieses "Schmuck-Stück" nicht entstanden

Line1.gif (232 Byte)