Die MiG-21 ist mit einer Druckkabine ausgerüstet.
Nach dem Verriegeln wird mit dem Umlegen des  Hermethisierungshebels ein in den Kabinenrahmen (flugzeugseitig, nicht im Dach) eingelegter Gummischlauch mit Druckluft beaufschlagt.
Danach sorgt die Automatik dafür, dass je nach Flughöhe ein gegenüber dem Umgebungsdruck höherer Kabineninnendruck aufrechterhalten wird. Dazu wird ständig Luft in die Kabine gepumpt. Diese unterliegt außerdem einer Temperaturregelung.

Aufbau Kabinendach MiG-21 SPS

Schema Öffnen und Schließen Kabinendach

Dachnotabwurf:
mit dem Betätigen des Dachnotabwurfhebels unterhalb des rechten Kabinenrahmens wird über einen Seilzug eine Pyropatrone ausgelöst. Diese entriegelt über Seilzüge die 4 Notabwurfschlösser und betätigt kleine Hubzylinder, die den vorderen Teil des Kabinendaches anheben. Der Fahrtwind sorgt dann dafür, dass das Dach wegfliegt.

Am Kabinendifferenzdruckmesser wird die Kabinenhöhe angezeigt und die Differenz zwischen Kabinen- und Außendruck.
Bei Überbelastungen (z.B. beim Kunstflug oder Luftkampf) wird die Druckhose in Abhängigkeit der Größe der Lastvielfachen mit Zapfluft aus dem Triebwerk gefüllt und verhindert das Absacken des Blutes in die Beine -> Verhinderung Tunnelblick und Blackout
Beim Katapultieren wird der Druckanzug mit Druckluft gefüllt, schützt den Piloten in großen Höhen vor dem geringen Außendruck und zwingt ihn gleichzeitig in eine, für den Katapultiervorgang günstige Sitzhaltung.

Bedienung Kabinenversorgung MiG-21 SPS

Blockschema Kabinenversorgung

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