Flugzeugfanganlage ATU-G/1 (A)
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Am Ende der Start-und Landebahn installierte Anlage, die im Falle eines Defektes der Bremsen oder des Bremsschirmes eines Flugzeuges per Knopfdruck oder automatisch über Lichtschranken aufgerichtet wurde. (Dauer ca. 2 Sekunden) Beim Einrollen in das Netz legten sich die Gurte um Fahrwerk und Rumpf und gewährleisteten eine gleichmäßige Belastung. Nach dem Spannen des Netzes löste es sich von den Masten und Rahmen. Über das mit dem oberen und unteren Netzteil verbundene Bremsseil wurden die Bremstrommeln beschleunigt. |
| Mit Hilfe der Bremsdruckregelung wuchs die Bremskraft nun kontinuierlich an und erreicht etwa nach einer Sekunde ihren Maximalwert. Die maximale Bremsstrecke war 300m. Die maximale Geschwindigkeit zum Einrollen in die Fanganlage ist gewichtsabhängig und betrug für Flugzeuge zwischen 6 und 20 Tonnen bis zu 360 km/h. Meist blieb es nur bei geringen Schäden am Seitenleitwerk und den Tragflügelvorderkanten, die relativ schnell behoben wurden. Die Piloten blieben unverletzt. |
| (Dank an Dr. Peter Horn für die Hinweise und Ergänzungen) |
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Funkkompaß ARK-10, automatischer
entspricht heutigem NDB mit ADF,
an jedem Flugplatz gab es ein sogenanntes Fernfunkfeuer (Fernmarkierungspunkt) ca.4 km vor dem Aufsetzpunkt und ein Nahfunkfeuer (Nahmarkierungspunkt) ca.1 km vor dem Aufsetzpunkt. Der Zeiger des Anzeigegerätes des ARK-10 zeigte immer in die Richtung des eingestellten Funkfeuers und konnte so zur Funknavigation benutzt werden. Vor allem beim Landeanflug unter IMC (Instrumentenflugbedingungen) wurde dieses Gerät gebraucht.
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zum System OSP gehörender feststehende oder mobile Funksender, die als Kennung eine Folge von Morsezeichen abstrahlen. Austrahlung eines horizontalen ungerichteten elektromagnetischen Feldes im Dauerbetrieb auf einer Frequenz von 150 - 1750 kHz. Es wurde zwischen Fernfunkfeuern FMP (ca.4 km vor dem Aufsetzpunkt, Reichweite ca.200-350 km, vorrangig zur Navigation) und Nahfunkfeuern NMP (ca.1 km vor dem Aufsetzpunkt, Reichweite ca.20-50 km, vorrangig zum Landeanflug bei schlechtem Wetter) unterschieden.
Bei den Morsekennungen handelte es sich um die Abkürzung des Funkrufzeichens des Flugplatzes; z.B: für den Flugplatz Drewitz "Reinhard", das dazugehörige Fernfunkfeuer strahlte die Morsekennung "RD" ab, das Nahfunkfeuer die Kennung "R". In der Nebenlanderichtung drehte sich dann alles rum: das Fernfunkfeuer sendete "DR" und das Nahfunkfeuer "D".
Im Flugzeug wird mit dem automatischen Funkkompass der Kurswinkel zum Funkfeuer angezeigt.
Bei Ausfall der Sprechfunkverbindung war es dem Flugleiter möglich, über das Fernfunkfeuer und den ARK-10 Sprachinformationen an den Piloten zu Übermitteln -> Kanal 21
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Aufbau der Funkmarkierungssender entsprechend dem System SP-1 |
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diente der genauen Messung und Anzeige der Höhe über Grund in einem Höhenbereich bis 600 m, der Warnung des Piloten vor der Unterschreitung einer vorher eingestellten Warnhöhe und in Zusammenarbeit mit dem Autopiloten AP-155 der Rückführung des Flugzeuges aus gefährlichen Flughöhen (ebenfalls bei Unterschreitung der eingestellten Warnhöhe).
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Funkmesslandesystem (RSP - radiolokazionaja sistema posadki)
| Aufgaben | Erfassung und Kontrolle der Flugbewegungen im Flugleitungsbereich zur Verhinderung von gefährlichen Annäherungen und Kollisionen |
| Identifizierung der Luftfahrzeuge, die sich im Flugleitbereich befinden | |
| Auflösung von Flugzeuggruppen vor der Landung | |
| Heranleiten der Flugzeuge an die Landebahn durch kontinuierliche Auswertung des Kurs-und Gleitweges und Bestimmung der Zielentfernung an Sichtgeräten | |
| Vorteil: ausschließlich bodenständige Anlagen - keine speziellen Anagen in den Luftfahrzeugen erforderlich | |
| Bestandteile | Dispatcherfunkmessgerät (DRL) |
| Präzisionslandefunkmessgerät (PRL) | |
| automatischer Funkpeiler (ARP) | |
| Funkstellen | |
| Dokumentationseinrichtungen für die objektive Kontrolle | |
| Stromversorgung | |
| Dispatcherfunkmessgerät | Auffassung von Luftfahrzeugen und Organisation des Heranleitens an den Auffassungsbereich des Präzisionsfunkmessgerätes |
| Identifizierung einzelner Flugzeuge durch Aufschaltung des Funkpeilers auf des Sichtgerät des DRL | |
| Auswertung von Schrägentfernung und Azimut | |
| Sichtgerätemaßstab 45km, 90km oder 150km | |
| Präzisionslandefunkmessgerät | besteht aus einem Sende-und Empfangsgerät, der Kurs-und Gleitwegantenne und zwei Sichtgeräten |
| Sektorbeobachtung auf dem Landepfad | |
| Kursantenne schwenkt horizontal, Sektor plus/minus 15° des idealen Landekurses | |
| Gleitwegantenne schwenkt vertikal, Sektor -1° bis +8° des idealen Gleitpfades | |
| Arbeitsprinzip der Präzisionsfunkmesslandeanlage |
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Ab der Version PFM hatten alle MiG-21 ein Funkmeßvisier zum Erkennen und Bekämpfen des Zieles unter allen Wetterbedingungen. Die Antenne befand sich im Lufteinlaufkegel das dazugehörige Sichtgerät in der Kabine (bis zur MiG-21 SPS auf dem Gerätebrett, danach in der Mitte desselben). Darstellung Anzeige RP-21
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das Bild
links zeigt die Darstellung des Luftraumes im Bereich +/- 30° horizontal, +/- 12°
vertikal und im Entfernungsbereich bis 20 km in der Draufsicht, die "Beinchen"
zeigen die Lage des Luftziels relativ zur Höhe des Abfängers
3 sichtbare Luftziele:
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Aufgabe des Piloten ist es nun, aus den verschiedenen Ausgangspositionen so zu manövrieren, daß das Luftziel in den Erfassungsbereich gelangt (C). Also im Falle Luftziel A links einkurven, Bug senken und weitere Annäherung, im Falle Luftziel B rechts einkurven, in den Steigflug übergehen und weitere Annäherung. Im Falle Luftziel C sind die Erfassungsbedingungen erfüllt, Entfernung < 12 km, Azimut ca. 0° und gleichmäßig "Beinchen" oben und unten. Jetzt konnte durch Drücken des Erfassungsknopfes am Steuerknüppel der Zielbetrieb eingeleitet werden. Dabei war das FM-Visier in der Lage nur 1 Ziel im Zielbetrieb zu bearbeiten.
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Das Bild links zeigt die
Darstellung im Zielbetrieb: (Wechsel der Darstellung auf "Anblick des Zieles von
hinten")
Die Größe des Bereiches minimale-maximale Schußentfernung war abhänging von Höhe, Temperatur, Annäherungsgeschwindigkeit und Typ der eingesetzten Rakete. Hatten die Entfernungsmarken die maximale Schussentfernung erreicht, konnte die Rakete bei Einhaltung der Abschussbedingungen gestartet werden. |
Im Zielbetrieb mußte die Zielmarke im Zielkreis (1) gehalten werden und wenn die Schußmarken den Bereich des wirksamen Schießens erreicht hatten konnte die Rakete abgeschossen werden -> Ziel (B). Entsprechend der eingesetzten Rakete kamen noch mehr Bedingungen für einen möglichen Raketenstart dazu. Ziel (A) - Abschußbedingungen noch nicht erreicht: Zielmarke außerhalb des Zielkreises und Schußmarken nicht im Bereich des wirksamen Schießens -> Übergang in den Steigflug, leicht nach rechts einkurven und weitere Annäherung.
| Technische Daten: RP-21 | |
| Übersichtsbetrieb: | maximale Entfernung 20 km |
| Seitenwinkel +/- 30 ° | |
| Neigungswinkel +/- 12 ° | |
| Zeit für einen Absuchzyklus 1,7 - 2,5 Sekunden | |
| maximale Erfassungsentfernung 10 km | |
| Zielbetrieb | Seitenwinkel +/- 29 ° |
| Neigungswinkel +/- 17° | |
| Impulsfolgefrequenz | 1800 Hz |
| Wellenlänge | ~ 3 cm |
| Antennenstabilisierung | Schräglagen +/- 70 ° |
| Sendeleistung | 60 kW |
| Auflösevermögen | 5° |
| Tote Zone | 300 m vor dem Flugzeug |
| untere Einsatzhöhe | ca. 2.000m |
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